Biodynamik

Biodynamische Körperpsychotherapie beinhaltet Arbeit mit Körperprozessen. Hier geht es hauptsächlich um die Wahrnehmung des körperlichen und emotionalen Erlebens und um die emotionale Entladung und Integration verdrängter, nicht gelebter Gefühle.

„In der Körpertherapie wird das therapeutische Gespräch verbunden mit einer bewussten Wahrnehmung des Körpers und der direkten Arbeit mit dem Körper, z. B. über Berührung, Atmung, Bewegung, Massage und Entspannungsübungen.“

Biodynamik

Diese Therapieform wurde von der Norwegerin Gerda Boyesen entwickelt.
Ein Charakteristikum der Behandlung ist die Arbeit mit dem Stethoskop.
Gerda Boyesen hatte entdeckt, dass der Darmkanal nicht nur Nahrung transportiert und absorbiert, sondern dass er auch Stress verdauen kann (Bauchhirn). 
Bei Menschen mit einem Übermaß an Stress ist diese Fähigkeit zur Selbstregulation häufig blockiert.
Ausgehend von dieser Entdeckung entwickelte Gerda Boyesen verschiedene Methoden, die die Stressverdauung wieder in Gang bringen und unterstützen. In den Darmwänden festsitzende nervöse Spannung und die Abbauprodukte der Stresshormone können sich dann lösen und wieder abfließen.

Diese Selbstregulierungsfunktion des Organismus ist nur möglich im Zustand der Entspannung, wenn die parasympathische Seite des vegetativen Nervensystems aktiv ist. Daher liegt das Stethoskop während der Behandlung auf dem Bauch des Klienten/der Klientin. Es gibt sofort Rückmeldung, wenn die Stressverdauung in Gang kommt.

Komme ins Gleichgewicht! „

Biodynamik eignet sich für alle und wird speziell von Menschen gewählt:

  • die sich selbst tiefer erfahren und entspannen möchten
  • die sich emotional weiter entwickeln wollen
  • die an psychosomatischen Beschwerden leiden
  • die Stresssymptomen (Ängsten, Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck) unterworfen sind
  • die Konflikte in Beziehung und Alltag bewältigen wollen
  • ungelöste Konflikte aus der Vergangenheit verarbeiten möchten

Welches sind die Biodynamischen Methoden:

Bio-Release

Bio-Release ist ein Sammelbegriff für Methoden zur Entlastung von körperlichen und psychischen Stresserscheinungen, ohne die Tiefen des Unterbewussten zu berühren. Zu ihnen gehören Entspannungs-, Wahrnehmungs- und Atemübungen, welche die KlientInnen auch zu Hause für sich selber zur Entspannung nutzen können.

Biodynamische Massagen

Gerda Boyesen entwickelte im Laufe ihrer theoretischen Arbeit zahlreiche Massagemethoden. Sie bewirken den Abbau von körperlichen und psychischen Spannungen, den Ausgleich von Energie und die Wiederherstellung des psychischen und körperlichen Gleichgewichts.
Das Stethoskop ist ein wichtiges Instrument in der Biodynamischen Massage. Es wird der Klientin auf den Bauch gelegt, damit die Geräusche der Darmperistaltik (‚Psychoperistaltik‘) gehört werden können. Dies dient der Therapeutin als Feedback und gibt ihr indirekten Aufschluss über den Funktionszustand des autonomen Nervensystems.

Deep Draining

Deep Draining ist eine tiefer wirkende Massageform. Sie hat zum Ziel, eine neurotische Körperhaltung und eingeschränkte Atemmuster aufzulösen. Die Therapeutin arbeitet in den tieferen Schichten der Muskulatur und des Bindegewebes. Deep Draining kann dadurch vegetative und emotionale Reaktionen bewirken und tiefgreifende psychische Prozesse auslösen.

Biodynamische Körperpsychotherapie

Biodynamische Körperpsychotherapie beinhaltet Arbeit mit Körperprozessen. Hier geht es hauptsächlich um die Wahrnehmung des körperlichen und emotionalen Erlebens und um die emotionale Entladung und Integration verdrängter, nicht gelebter Gefühle. Konkret heißt das, dass in einer Therapiesitzung mit den auftauchenden Emotionen, Erinnerungen und Impulsen aus Kindheitserlebnissen gearbeitet wird.
Ziel der Arbeit mit Körperprozessen ist es, den Menschen wieder in Kontakt mit seinen energetischen Strömen zu bringen. Dies ermöglicht das neue Entwickeln von Vertrauen in sich und in die eigenen Körperwahrnehmungen und Gefühle.
Die Beziehung zwischen Klientin und Therapeutin ist in der Biodynamischen Therapie ein wichtiger Faktor. Jede Interaktion, verbal oder körperlich, wird immer auch als Beziehungsfaktor verstanden und in den Therapieprozess bewusst einbezogen. Die Biodynamische Körperpsychotherapie ist eine klienten- und Prozessorientierte Therapie.

Die Klassische Massage

Schon vor langer Zeit wussten die Menschen um die wohltuende Wirkung der Massage. Richtig bekannt und auch als Heilverfahren anerkannt wurden Massagen aber erst im 20. Jahrhundert. Der holländische Arzt G. Mezger und der russische Dr. Zabludowski machten die Massage auch bei uns gebräuchlich.

Die Klassische Massage beinhaltet verschiedene Techniken, bei denen u.a. Druck und Zug aufs Gewebe ausgeübt wird, sei das nun mit Streich-, Knet-, Vibrations-, Walk- oder Reibbewegungen. Außerdem können auch Hackungen, Klopfungen oder Klatschungen eingesetzt werden.
Als Reiz- und Regulationstherapie gehört die Massage in die Hände eines Therapeuten.
Bei der Massage wird der Blut- und Lymphstrom angeregt; damit wird der Körper entschlackt und entgiftet. Auch Verspannungen und Verkrampfungen der Muskulatur lassen sich mit gezielter Massage lösen.

Shiatsu Namikoshi Massage


Das Wort “Shiatsu” bedeutet im Japanischen “shi – Finger” und “atsu – Druck”.

Die Shiatsu-Methode, auch Akupressur genannt, ist eine rhythmische Fingerdruck-Massage, bei der Schmerzen, Spannungen, Ermüdungen und Krankheitssymptome gelindert werden können. Die Methode von Tokujiro Namikoshi, Gründer der Namikoshi-Shiatsu-Therapie, kennen, die in Japan im Jahre 1955 erstmals gesetzlich anerkannt wurde.
Die in Japan dominierende Form des Shiatsus wurde durch Tokujiro Namikoshi geprägt, dem auch die Anerkennung des Shiatsus als ordentliche Therapiemethode hauptsächlich zu verdanken ist. Schon in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts gründete er in Hokkaido das erste Institut für Shiatsu-Therapie, im Jahr 1940 die Japanische Shiatsu-Schule. In Japan herrschte zu dieser Zeit ein allgemeiner Trend zur Verwestlichung, und Namikoshi trug die Rechnung, indem er sich bemühte, Shiatsu mit Erkenntnissen aus der westlichen Medizin zu verbinden.

Mit Shiatsu werden die durch Muskelverspannungen verursachten Energieblockaden nach und nach gelockert und gelöst. Der Energiekreislauf wird angeregt, ein Zuviel oder Zuwenig an Körperenergie ausgeglichen. Die fachgerechte Anwendung hilft, Gesundheit, Vitalität und Widerstandskraft des Körpers zu erhalten, die inneren Organe zu kräftigen und zu verhindern, dass die Energie im Körper blockiert wird. Regelmässige Shiatsu-Massagen verhelfen zu einem neuen Lebensgefühl, zu körperbewusstem Leben und Erleben des Alltages in wohltuender seelischer Ausgeglichenheit

Charakteristisch für das Namikoshi-Shiatsu ist die Stimulierung bestimmter Reflexpunkte, die mit dem zentralen und dem autonomen Nervensystem verbunden sind. Es orientiert sich also nicht an den Meridianen der traditionellen östlichen Lehre, sondern vielmehr an Dermatoren (Reflexzonen-und punkten), wie sie die westliche Medizin kennt.

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